Wirtschaft. Arbeit. Potsdam.

Dass wir eine wachsende Stadt sind, verdanken wir nicht unwesentlich der Tatsache, dass Menschen in Potsdam Arbeit finden. Viele Studien großer Institute oder Zeitschriften sehen uns ganz vorn - sowohl bei den bereits erzielten Erfolgen als auch bei den Aussichten.

Von besonderer Bedeutung ist dabei die Wissenschaft. Fast 9.000 Menschen arbeiten in Potsdam in der Wissenschaft oder einem wissenschaftsnahen Institut. Das sind 12 Prozent aller Beschäftigten. Deshalb werden wir eue Brücken zwischen Wissenschaft und Wirtschaft bauen, so wie in Golm mit dem neuen Technologiezentrum.

Im Tourismus arbeiten weitere 20.000 Menschen. Mehr als 830.000 Gäste besuchen unsere Stadt - und das auch im Krisenjahr 2009. Aber wir können noch mehr! Dazu ist es aus meiner Sicht wichtig, dass wir den gemeinsamen Weg der Kooperation zwischen Hotels, Gaststätten, Busunternehmen und Kulturanbietern weiter verfolgen. Die Stadt als Besuchsziel kann noch viel mehr zeigen und aufbieten als ihre Schlösser und Parks. Ich denke an die Schiffbauergasse, den Luftschiffhafen oder das neue Freizeitbad im BUGA-Park.

In Babelsberg haben sich 120 Unternehmen mit 3.500 Mitarbeitern der Film- und Medienbranche angesiedelt - Tendenz steigend. In der Informations- und Kommunikationstechnologie sind weitere 6.000 Mitarbeiter beschäftigt. Deshalb sollten wir unsere Kulturwirtschaft stärken. Bei Vielen ist Kultur immer noch ein Bereich, in den man Geld gibt. Das ist mehr und mehr ein Irrtum. Die so genannte „Kreativwirtschaft" ist in hohem Maße mit der Kultur verbunden und trägt das Potenzial für neues Wachstum und neue Arbeitsplätze in sich, die wir in den nächsten Jahren nutzen müssen. Insgesamt hat uns die Krise weniger getroffen als andere Regionen in Deutschland.

Trotzdem dürfen wir mit den Anstrengungen nicht nachlassen. Wir müssen uns weiter auf unsere Stärken konzentrieren. Dazu zählt die lokale Verankerung unserer Betriebe. Rund 80 Prozent der Potsdamer Unternehmen haben weniger als zehn Mitarbeiter. Gerade die „Kleinen" müssen wir deshalb gut betreuen.

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